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Quelle: Teutoburger Wald Tourismus / D. Ketz

Klimawandel

Lokal

Nicht nur global gesehen – Auch im Kreis Minden-Lübbecke sind Folgen des Klimawandels deutlich spürbar. Die Warming Stripes (s.u.) zeigen die Jahresdurchschnittstemperaturen von 1881-2025. Bereits auf den ersten Blick ist für den Mühlenkreis erkennbar, dass in diesem Zeitraum eine deutliche Steigerung der Jahresdurchschnittstemperaturen stattgefunden hat.

Ende des 19. Jahrhunderts lag die durchschnittliche Jahrestemperatur noch zwischen 7 bis 9 Grad Celsius. Im 20. Jahrhundert werden bereits häufiger Jahresdurchschnittstemperaturen zwischen 9 und 11 Grad Celsius gemessen. Besonders ab den 1990er Jahren nehmen die überdurchschnittlich warmen Jahre zu.

Nur das Jahr 2010 hatte im Kreisgebiet mit 8,7°C noch eine Durchschnittstemperatur von unter 9°C. Die 11 Grad-Marke knackt zum ersten Mal das Jahr 2014. Für den Kreis Minden-Lübbecke ist ein deutlicher Anstieg der Jahresmitteltemperaturen seit dem Aufzeichnungsbeginn zu verzeichnen. Außerdem nehmen Frost- und Eistage ab, während die Anzahl an Sommertagen, heißen Tagen und tropischen Nächten zunimmt.

Eine weitere Folge des Klimawandels im Mühlenkreis sind häufigere Dürreperioden – mit verschiedensten Folgen: Gewässer fallen trocken und Trockenschäden und Schädlingsbefall an Bäumen nehmen zu. Für Feuchtlebensräume, Moore und die Land- & Forstwirtschaft ist die Trockenheit ein massives Problem. Durch den Klimawandel wird es aber nicht nur heißer und trockener, es kommt auch vermehrt zu Starkregenereignissen. Starkregenfolgen sind zum Beispiel Hangabrutschungen und Überflutungen. Diese haben an den Hängen des Wiehengebirges in den letzten Jahren häufiger stattgefunden.

Das Jahr 2025 erreichte eine Durchschnittstemperatur von 10,8 °C und war damit 0,7 Grad kälter als das Rekordjahr 2024, gehört aber weiterhin zu den acht wärmsten Jahren der 75-jährigen Messreihe. Gegenüber der Referenzperiode 1991–2020 war es um 0,9 Grad zu warm, im Vergleich zu 1961–1990 sogar um 1,8 Grad. Es gab mit 45 Tage überdurchnittlich viele Sommertage, aber mit 78 Tagen auch überdurchscnittlich viele Frosttage. Trotz alledem konnten nur 7 Eistage (Tage mit Dauerfrost) registriert werden, so dass es wieder einmal keinen „richtigen“ Winter gab. Die tiefste Temperatur wurde am 26.12. mit −9,1 °C gemessen, während der Höchstwert am 2. Juli bei 37,6 °C  lag. Extreme Hitze blieb insgesamt begrenzt, da nur 7 heiße Tage registriert wurden und damit deutlich weniger als in den Rekordsommern 2003 und 2018, dort lag der Wert bei 20 heißen Tagen.

 

Warming Stripes für Minden-Lübbecke 1881-2025

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