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Schutz vor Starkregen

Schutz vor Starkregen                                                                                                                                                                                                                                                                                             Bildquellen: Gemeinde Hüllhorst  Kooperationsprojekt mit der Gemeinde Hüllhorst   Hüllhorst zählt aufgrund seiner Lage am Fuße des Wiehengebirges und der vielen Hanglagen zu den Regionen im Mühlenkreis, die besonders von Starkregen und dessen Folgen betroffen ist. Bei intensiven Niederschlägen kann so das Wasser von den Hängen durch eine erhöhte Abflussgeschwindigkeit in die tiefer gelegenen Bereiche abfließen. Dabei können Straßen, Grundstücke, Gebäude und landwirtschaftliche Flächen erreicht werden. Vor allem durch Schlammmengen kann erheblicher Schaden verursacht werden. Hier setzt das Projekt „Starkregenschutz Hüllhorst“ an. Ziel des Projektes ist es, am Beispiel der ländlich geprägten Kommune Hüllhorst praxisnahe Ansätze für den Starkregenschutz zu entwickeln. Als Leitgedanke dient dabei das Prinzip der Schwammstadt, welches bisher vor allem im städtischen Raum Anwendung findet. Dabei soll die Umgebung so gestaltet werden, dass sie Niederschlagswasser aufnehmen und speichern kann – ähnlich wie bei einem Schwamm. Hierzu werden beispielsweise Rückhaltebereiche, durchlässige Beläge oder temporäre Überflutungsflächen eingesetzt. Auf Grundlage bestehender Starkregengefahrenkarten sollen mögliche Maßnahmen für besonders betroffene Bereiche herausgearbeitet und entwickelt werden. Dabei spielen auch die Erfahrungen der Menschen vor Ort in Hüllhorst eine wichtige Rolle. In mehreren interaktiven Workshops im zweiten Kalenderhalbjahr 2026 sollen gemeinsam mit lokalen Akteur*innen, Landwirt*innen, der Gemeindeverwaltung Hüllhorst sowie der Kreisverwaltung Minden-Lübbecke konkrete Problemstellen definiert und mögliche Lösungsansätze diskutiert werden. Zudem soll eine ausgewählte Pilotmaßnahme in Hüllhorst entwickelt werden. Die im gesamten Projektverlauf gewonnenen Ergebnisse und Erfahrungen sollen im Nachgang als Modell und Orientierung für andere ländlich geprägte Kommunen und Gebiete dienen und damit einen über Hüllhorst hinausgehenden Mehrwert für die Starkregenvorsorge bieten. Hintergrundwissen: Starkregen Große Niederschlagsmengen in kurzen Zeitspannen beschreiben das Extremwetterereignis Starkregen. Durch den Klimawandel nehmen diese Starkregenereignisse zu. Denn: Je wärme die Luft desto mehr Wasserdampf kann sie aufnehmen. Bei einem Grad Temperaturerhöhung sind das rund sieben Prozent mehr Wasserdampf. Aus diesem Grund treten starke Regenanfälle auch vermehrt in den Sommermonaten von Mai bis September auf. Das Gefährliche: Starkregenereignisse sind schwer vorhersehbar, denn sie können überall auftreten – auch unabhängig von Flüssen und Bächen. Straßen und Wege werden häufig zu Fließwegen. Die Wassermassen können schnell ansteigen, was zu Überschwemmungen und auch zu Bodenerosionen führen kann. Aus diesem Grund warnt der Deutsche Wetterdienst in drei Stufen vor Starkregen: • Regenmengen 15 bis 25 l/m² in 1 Stunde oder 20 bis 35 l/m² in 6 Stunden (Markante Wetterwarnung) • Regenmengen > 25 bis 40 l/m² in 1 Stunde oder > 35 l/m² bis 60 l/m² in 6 Stunden (Unwetterwarnung) • Regenmengen > 40 l/m² in 1 Stunde oder > 60 l/m² in 6 Stunden (Warnung vor extremem Unwetter) Wie kann ein an Starkregen angepasstes Haus aussehen? Wie sicher ist Ihr Haus vor Starkregen und Hochwasser? Hier geht es zum Check: H₂OCH WASSER APP für’s Haus | Überflutungsschutz NRW Schutzmaßnahmen: Überdachte Kellereingänge Abgedichtete Kellermauern Treppen oder Rampen vor Haustüren Aufkantungen vor tiefliegenden Fenstern oder Schächten Fenster, die dem Wasserdruck Stand halten (nach außen öffnend) (Mobile) Systeme zur Absicherung von Tiefgaragen Rückstauschutz/Rückstauklappe zum Kanal hin Muldenversickerung auf dem Grundstück Dachbegrünungen halten Niederschlag ab und speichern diesen im Substrat Weiterführende Links Warn-App NINA – BKK (bund.de) Vorbeugende Maßnahmen am Gebäude (BBK) Verhalten bei Starkregen (BBK) Arbeitshilfe kommunales Starkregenrisikomanagement Angebote im Kreis Hinweiskarte Starkregengefahren AnsprechpartnerInnen Kreis Minden-Lübbecke | Umweltamt | Klimaschutz und Klimaanpassung |

Natürlicher Klimaschutz durch Moorerhalt

Natürlicher Klimaschutz durch Moorerhalt Moorerhaltung Im Kreis Minden-Lübbecke finden wir das größte, noch verbliebene Moorgebiet in NRW – das große Torfmoor mit der Bastauniederung. Moore wirken sich positiv auf das Klima aus, indem die Böden langfristig Kohlenstoff speichern. Sobald ein Moor jedoch trockengelegt, entwässert und intensiv genutzt wird, wird Kohlenstoffdioxid freigesetzt. Neben der Funktion als so genannte Kohlenstoffsenke übernimmt das Moor auch wichtige Funktionen in der Klimafolgenanpassung. Es kann zum Beispiel bei Niederschlag Wasser als so genannter Retentionsraum zurückhalten. Die Wasserspeicherfähigkeit der Böden besitzt einen weiteren Vorteil für das Mikroklima, da durch die Verdunstung des Wassers, die Umgebung natürlich gekühlt wird. Dennoch sind über 90 % der Moore entwässert und bereits trockengelegte Moore stoßen Emissionen aus. In Deutschland sind das in etwa 7,5 % der gesamten THG-Emissionen. Natürlicher Klimaschutz durch Moorgebiete leistet einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele. Durch die zunehmende Trockenheit in den Sommermonaten wird es immer wichtiger Moorgebiete als wichtige Feuchtlebensräume zu schützen – nicht nur für den Artenschutz, sondern auch für den Klimaschutz Quelle: Kreis Minden-Lübbecke Der Kreis Minden-Lübbecke hat sich daher auf den Weg gemacht, um in der Region des großen Torfmoores und der angrenzenden Bastauniederung eine Modellregion zu entwickeln. In Kooperation mit der Landwirtschaft vor Ort werden folgende Ziele verfolgt: zukunftsorientierter und nachhaltiger Bewirtschaftung, Natur- und Klimaschutz und Naherholung und Tourismus   Weiterführende Links Nationale Moorschutzstrategie (BMUV) Moore als Kohlenstoffspeicher (NABU) Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (BMUV) Angebote im Kreis Veranstaltungen der Biologischen Station Angebote Moorhus – NABU Besucherzentrum AnsprechpartnerInnen Kreis Minden-Lübbecke | Umweltamt | Klimaschutz & Klimaanpassung | Kreis Minden-Lübbecke | Umweltamt | AnsprechpartnerInnen für die Modellregion Bastauniederung

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